Neben dem Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur und
Softwaretechnik (FIRST) hat nun auch das MIT Media Lab Europe in
Dublin ein Interface zur Computersteuerung mit Hilfe von Hirnströmen
vorgestellt.
Wie die Fraunhofer-Variante nimmt der so genannte Cerebus
Gehirnströme über ein EEG auf und setzt diese in Steuerbefehle um.
Der Cerebus versendet seine Daten kabellos über Bluetooth. Im
Vorführspiel "Mind Balance" steuert die Versuchsperson das
Fantasiewesen Mawg über ein Drahtseil. Die elektrischen
Hirnaktivitäten werden aufgenommen und von einem in C#
programmierten System interpretiert. Droht Mawg nach links zu
fallen, muss er in die andere Richtung gelenkt werden, um die
Balance zu halten. Die Gehirnströme kommen in unterschiedlichen
Frequenzen an, sodass die C#-Engine interpretieren kann, ob der
Befehl in die eine oder andere Richtung weist.
Das Forschungsteam mit dem Namen MindGames um Gary McDarby sieht in der cerebralen
Steuerungstechnik Anwendungen für Menschen mit Behinderungen, aber
auch Vermarktungsmöglichkeiten im Videospielesektor. (akr/c't)